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Romane

Guillermo Martinez. Der Fall Alice im Wunderland

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar
Eichborn Verlag
 
Eine junge Oxforder Studentin Kristen findet zwischen den Papieren Lewis Carrolls eine Notiz, die eine Neubewertung der gesamten Forschung über den Schriftsteller erfordern würde. Doch bevor sie ihre Entdeckung publik machen kann, wird sie von einem Auto angefahren und liegt nicht ansprechbar im Krankenhaus. Es folgen Anschläge auf Mitglieder der Lewis-Carroll-Bruderschaft, woraufhin der Mathematikprofessor Arthur Seldom, selbst ein Angehöriger der Bruderschaft, und sein argentinischer Doktorand sich erneut an die detektivische Arbeit machen.
„Der Fall Alice im Wunderland“ ist ein klassischer „Whodunit“ und besonders reizvoll, da er sich auf tatsächliche Forschungsansätze zu Lewis Carroll bezieht, über den man hier nebenbei eine Menge erfährt, und es mühelos schafft, das Oxford der 1990er Jahre, einer Zeit ohne Mobiltelefone und Internet, so nostalgisch erscheinen zu lassen als bewege man sich in der Zeit Lord Peter Wimseys.
Ein sehr britischer Krimi des argentinischen Mathematikers und Schriftstellers Guillermo Martinez, der selbst in Oxford studiert hat und in der Tradition Agatha Christies und Arthur Conan Doyles schreibt. cm

314 Seiten
€ 16,-

Young-Ha Kim. Aufzeichnungen eines Serienmörders

Aus dem Koreanischen von Inwon Park
Cass Verlag
 
Byongsu Kim ist mit 70 Jahren Tierarzt im Ruhestand, Lyriker und Vater. Ach ja, fünfundzwanzig Jahre zuvor war er auch Serienmörder. Während es in seinem Landkreis eine neue Mordserie gibt, wird bei ihm eine schnell fortschreitende Demenz festgestellt.
Als er den Täter zu erkennen meint, von dem auch er sich durchschaut glaubt, setzt er es sich zur Aufgabe, ihn umzubringen, um seine Tochter zu retten, deren Leben er in Gefahr sieht.
Auf nur 152 Seiten folgt man den Anstrengungen des Mannes, in der Gegenwart verankert zu bleiben und liest mit Vergnügen seine Betrachtungen des Daseins, die interessante Parallelen zwischen Mord und Literatur ziehen. Sein letzter Auftrag wird zu einem Wettlauf mit der Zeit und sich selbst, da er zunehmend verunsichert ist, ob er sich auf seine Zuordnungen der Ereignisse noch verlassen kann. Das hält auch den Leser in Atem und führt zu unerwarteten Entwicklungen. In seiner Dichte und mit den philosophischen Einstreuungen des Erzählers sind diese Aufzeichnungen viel mehr als ein Krimi.
Zudem ist das Buch außergewöhnlich schön gestaltet und mit den Erinnerungen des Erzählers verblassen auch die Seitenzahlen im Verlauf des Buches. cm

152 Seiten
€ 20,-

Chris Kraus. Scherbentanz

Diogenes Verlag
 
Der wilde Debütroman des deutschen Filmemachers und Schriftstellers Chris Kraus ist eine Berg- und Talfahrt durch die Trümmer einer Familie aus wohlhabenden Milieu. Der 33-jährige Jesko von Solm, Sohn eines schwerreichen Zementfabrikanten, der nach furchtbaren familiären Verletzungen und Verwerfungen vor Jahren die Familie verlassen hat, kehrt notgedrungen wieder zurück auf der Suche nach seiner Mutter, die als einzige als Knochenmarkspenderin zur Behandlung seiner Leukämie in Frage kommt. Mit diesem existenziellen Impuls gerät er in einen Tumult alter seelischer Wunden, Geheimnissen und Verrücktheiten. Er wird konfrontiert mit der NS-Vergangenheit und dem Flüchtlingsschicksal und muss seine Stellung dazu finden. Das alles wird in einer lakonischen Sprache erzählt, die gelegentlich das Pathos nicht meidet, aber immer, selbst im Grotesken, realistisch bleibt. Das Ganze läuft auf einen filmreifen Showdown zu.
Im Nachwort zur Neuausgabe seines Erstlings erzählt der Autor, wie er damals mit seinem Freund Volker Schlöndorff zu Günter Grass fuhr und diese Begegnung zum Anlass für das vorliegende Buch wurde. Hinreißend erzählt! kp

256 Seiten
€ 22,-

Sebastian Barry.Tausend Monde

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser
Steidl Verlag

 
Sebastian Barrys „Tausend Monde“ spielt im Amerika nach dem Bürgerkrieg Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Unionssoldaten Thomas McNulty und John Cole haben sich auf einer Farm irgendwo in Tennessee niedergelassen. Mit im Schlepptau haben sie das Lakota-Mädchen Winona, deren gesamter Stamm ausgerottet wurde und das sie vom Schlachtfeld retteten. Aus Winonas Sicht wird nun die Geschichte erzählt: Wie sie versucht in einer ihr feindlich gesinnten Gesellschaft aufzuwachsen, wie sie ihr gefährdetes Erwachsenwerden und ihre erste Liebe findet und empfindet, wie sie für ihre Freunde und Ersatzfamilie einsteht. Barry schafft es, wie auch in seinem Vorgänger „Tage ohne Ende“ einen lässigen, aber bildgewaltigen Ton für diese jugendliche Perspektive zu finden, die inmitten einer konkreten historischen Situation sehr universell wirkt. Stellenweise erinnert er dabei an moderne amerikanische Klassiker wie J.D. Salinger oder William Melvin Kelley. Barrys Sprache ist intensiv, episch und von Humor und Suspense getränkt. Er verbindet in „Tausend Monde“ kunstvoll die Angelegenheiten eines Coming-of-Age Romans mit einer sorgsam aufpolierten Ästhetik des klassischen Westerns. Und das auf sehr unterhaltsame und noch dazu informative Weise! tw

256 Seiten
€ 24,-

Thilo Krause. Elbwärts

Hanser Verlag
 
Das Buch "Elbwärts" von Lyriker und Romanautor Thilo Krause führt ins Sachsen der späten DDR zu zwei unzertrennlichen Jugendfreunden. Ihre Leidenschaft ist das Klettern in den Sandsteinriffen der umliegenden Wälder. Bis einer vom Felsen stürzt ­ die Behinderung des einen und das Schuldgefühl des anderen bleiben.
Später, nach der Wiedervereinigung und im Erwachsenenalter, kehrt der Ich-Erzähler mit der neugegründeten Familie zurück in die Provinz und will die Wiederaufnahme der Freundschaft. Doch die Zeiten, sie sind andere.
Thilo Krause streift aktuelle gesellschaftlichen Fragen des oftmals als abgehängt erklärten Ostens nur implizit. Seine Hauptfigur ist ein moderner Sinnsucher in Gestalt des natureuphorischen Romantikers. Wunderbare Gebirgs- und Wanderbeschreibungen durchziehen das Buch, immer wieder durchbrochen von Erinnerungen an die Spätphase der DDR und das heutige Ankommen in der Provinz. Als sich Krauses Hauptfigur langsam in eine Sackgasse aus Erinnerungslasten und demVerlust seiner engsten Liebsten manöviert, rollt ein Hochwasser die Elbe hinab auf das Dorf zu.
Doch es scheint noch einen Ausweg zu geben...
„Elbwärts“ verhandelt große Themen wie Freundschaft, Zugehörigkeit und biographische Brüche in einer sehr unaufgeregten Weise und ist zudem in einer sehr feinen poetischen Sprache geschrieben. tw

208 Seiten
€ 22,-

Christine Wunnicke. Die Dame mit der bemalten Hand

Berenberg Verlag
 
„Die Dame mit der bemalten Hand“ von Christine Wunnicke war dieses Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert und schaffte es bis auf die Shortlist. Und das zurecht. Große Themen wie Weltwahrnehmung, Welterklärungsmodelle sowie der jahrtausendealte Blick in den sternenübersäten Nachthimmel werden darin spielerisch und leicht verhandelt. Wunnickes Buch ist dazu ein sprachliches Kleinod, durchzogen von einer subtilen intelligenten Ironie. Worum geht’s? Der deutsche Mathematiker Carsten Niebuhr und der arabische Astronom Musa al-Lahuri treffen sich Ende des 18. Jahrhunderts unfreiwillig auf einer einsamen Insel im Randmeer des Indischen Ozeans. Während al-Lahuri dort nur ein wenig Ruhe sucht, widmet sich Niebuhr erfolglos der Erforschung biblischer Schauplätze und morgenländischer Gepflogenheiten. Nachdem er von einem Fieber vorerst von al-Lahuri geheilt wurde, sinnieren die beiden Wissenschaftler über die Welt, die Sterne, die Kunst des Erzählens selbst. Dabei reden sie nicht selten herrlich aneinander vorbei. Als schließlich die Engländer die Insel erreichen und Niebuhr mitnehmen, ist diese amüsante und amüsierende Schicksalsgemeinschaft auch schon wieder passé. Doch Niebuhrs später veröffentlichte Reisebeschreibungen fallen bald auch Musa al-Lahuri wieder in die Hände – als dieser gerade mit seiner Tochter die dümmsten Bücher der Weltgeschichte auswählt. Wunnickes klug konstruiertes Büchlein indessen gehört beileibe nicht dazu, vielmehr gehört es gelesen! tw
 
176 Seiten
€ 22,-

Isabelle Mayault. Eine lange mexikanische Nacht

Aus dem Französischen von Jan Schönherr
Rowohlt Verlag
 
2007 tauchte in New York der sogenannte „Mexikanische Koffer“ auf, in dem sich ca. 4.500 Negative mit Aufnahmen aus dem Spanischen Bürgerkrieg der Kriegsfotografen Robert Capa, David Seymour und der Kriegsfotografin Gerda Taro befanden.
Isabelle Mayault, die für ihre feministischen Reportagen bekannte französische Journalistin, erzählt in ihrem ersten Roman von der geheimnisvollen Reise dieses Koffers. Unbemerkt gelangt er in den politischen Wirren der Zeit von Europa nach Mexiko und wechselt dabei mehrmals den Besitzer, um dann Jahrzehnte später in New York wieder aufzutauchen. Mayault beschreibt mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit die sehr angespannte und komplexe gesellschaftliche und politische Lage, die in den 30er und 40er Jahren in Europa herrschte, und fängt damit dennoch gekonnt die Stimmung des Spanischen Bürgerkriegs ein. Ihre Geschichte und auch der Hauptcharakter Jamón sind geprägt von starken Frauen, die ihr eigenes Schicksal und damit auch das Schicksal der Welt in die Hand nehmen.
Mit ihrer weltoffenen und einfühlsamen Erzählweise hat Isabella Mayault es geschafft, für „Eine lange mexikanische Nacht“ mit dem Prix Ulysse du Premier Roman 2019 ausgezeichnet zu werden. hw

 
240 Seiten
€ 22,-

Denis Osokin. Goldammern

Aus dem Russischen von Christiane Körner
ciconia ciconia
 
Goldammern heißt eine Erzählung in dem gleichnamigen Band von Denis Osokin, soeben beim ciconia ciconia Verlag erschienen, der Künstlern aus Osteuropa und aus dem postsowjetischen Raum ein Forum bieten möchte.
Adebar ist Fotograf im Papierkombinat von Neja im Verwaltungsbezirk Kostroma. Als sein Direktor Miron ihn bittet, ihm behilflich zu sein, nach Art der Merja seine vergangene Nacht verstorbene Frau Tanja zu verbrennen, ist er einverstanden. Gemeinsam ziehen sie Tanja aus und wieder an und flechten ihr, wie bei den Merja üblich, bunte Bänder ins Honig-und-Brot-Haar. Mit der »tief toten« Tanja auf der Rückbank, und zwei Goldammern, die Adebar zuvor auf dem Markt gekauft hatte, fahren sie los ans Ufer der Oka. Dort war Miron mit Tanja einst als junger Mann im Honigmond glücklich - und auch das gehört zur Tradition: viel »Rauch machen« und vom Honigglück erzählen.
So wie die Goldammern sind auch die anderen Geschichten von Denis Osokin - voller Fantasie und Poesie flattern sie traumgleich über der Wirklichkeit und werden von geografischen und ethnischen Koordinaten nur scheinbar am Boden gehalten und in der Realität verankert.
Goldammern, das vom ciconia Verlag in einer geschmackvollen, limitierten Ausgabe mit hübschen schwarz-weißen Abbildungen herausgebracht wurde, war schon als „Stille Seelen“ auf Festivalleinwänden erfolgreich. Nun hoffentlich als Buch. Es sei allen Bibliophilen, Neugierigen, Fans der russischen Avantgarde und Lesern der Lyrik ans Herz gelegt, und ebenso allen, die wissen möchten, was das weite Russland außer Putin noch zu bieten hat.

 
206 Seiten
€ 25,-
 
 
Dieses Buch ist nicht im Onlineshop erhältlich, dafür im Laden.

Giulia Caminito. Ein Tag wird kommen

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner
Wagenbach Verlag
 
Wenn die Raben mit einer Familie am Tisch essen, so schreibt die Autorin, will das nichts Gutes heißen. Der Tisch steht in Serra de Conti in den italienischen Marken, im Hause der Familie Ceresa, dessen Oberhaupt Luigi, wie schon Generationen vor ihm, der Bäcker im Ort ist. Seine Frau ist halb blind, seine Kinder sterben, nur wenige sind ihm geblieben. Darunter Lupo und Nicola. Letzterer ist ein schreckhafter Sonderling, er liebt die Buchstaben und ist zu nichts zu gebrauchen. Ersterer lernt schon als Kind hart auf den Feldern zu arbeiten, er streift umher und entdeckt die Armut der Bauern, die Land bestellen, das ihnen nicht gehört. So verschieden die Brüder auch sind, wenn sie Trost suchen, schlafen sie noch als Jugendliche im selben Bett. Aber es gibt Krieg und es ist ein großes Unglück, dass der schwache Nicola eingezogen wird. Lupo fühlt sich schuldig, weil er seinen Bruder nicht mehr beschützen kann. Er wächst zu einem wütenden jungen Mann heran, der sich den Anarchisten anschließt und seinen eigenen Krieg führt – gegen Armut, Elend, Unterdrückung und Abhängigkeit.
Caminito fand den Romanstoff in der Geschichte ihrer eigenen Familie, insbesondere ihr Urgroßvater stand dafür Modell, aber auch die noch heute im Kloster von Serra de Conti verehrte Äbtissin Zeinab Alif alias Maria Giuseppina Benvenuti. Geschickt verquickt die Autorin ihre Fiktion mit der Geschichte Italiens – mit der anarchistischen Bewegung, dem Ersten Weltkrieg, Mussolini und der Spanischen Grippe, über die sie schreibt: »Drei Tage genügten und Addio, am ersten Tag kam das Fieber, am zweiten barst einem die Lunge, und am dritten bekam man keine Luft mehr.« Ja, das kommt uns bekannt vor.
Eine tolle Empfehlung für alle Gerneleser von Francesca Melandri.nc

 
272 Seiten
€ 23,-

Anne Carson. Rot. Zwei Romane in Versen

Aus dem Englischen von Anja Utler
S. Fischer Verlag
 
Geryon verliebt sich unsterblich in Herkules. Sie haben eine Affäre bis der umtriebige Herkules weiterzieht und Geryons junges Herz in großen aber produktiven Liebeskummer stürzt. Einen Weg hinaus findet er in und mit der Kunst.
Ja, richtig gelesen. Und nein, Herkules stiehlt diesmal keine Rinderherde von der Insel Erytheia. Ganz im Gegenteil. Herkules ist ziemlich beschäftigt, die Welt mit seinem Charme um den Finger zu wickeln und dabei seiner Abenteuerlust nachzugehen.
Die kanadische Altphilologin und Dichterin Anne Carson taucht alte Mythen in ein neues Licht: Sie ermächtigt sich mythischer Figuren und erzählt eine andere Geschichte in Versform. Das geschieht in einer sprachlichen Kunstfertigkeit (kongenial übersetzt von Anja Utler), der man selten begegnet. Andauernd muss man pausieren, die letzten Verse repetierend, damit man auch nur nichts verpasst, denn die Assoziationsräume sind grenzenlos. Grenzen kommen sowieso nicht vor, nicht im Text und auch nicht in der Form. Ein absoluter Lesegenuss für Abenteuerlustige. hd

 
320 Seiten
€ 24,-

Anne Weber. Annette, ein Heldinnen-Epos

Verlag Matthes & Seitz Berlin
 
Eine Heldinnengeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts in Form eines Epos verfasst - kann man denn sowas für die heutigen Leser schreiben? Werden sich einige Verlage gefragt und dankend abgelehnt haben, bis der unerschrockenste aller Verleger, Andreas Rötzer, das literarische und inhaltliche Potential dieses wahren Meisterwerks erkannt und in seinem unverwechselbaren Verlag Matthes & Seitz verlegt hat.
Leicht lesbar, auf traditionelle Reimform und strenges Versmaß verzichtend, weder ausschweifend noch überladen, hinreißend frei im Umgang mit Tradition und Regeln unterläuft Anne Weber all diese, unsere Vorstellungen und Bilder, wenn wir das Wort (Heldinnen)Epos lesen.
Sie hätte sich nicht vorstellen können aus der Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir einen traditionellen Roman zu machen, zu wenig Distanz und am Ende zu wenig Freiheiten, was das Schreiben betrifft, sagt sie in einem Interview.
So lesen wir eine hinreißende Erzählung über eine mutige, unerschrockene Frau, die mit nicht einmal achtzehn Jahren in den französischen Widerstand schlittert, mit dem Fahrrad kleine Päckchen von hier nach da transportiert und dann mit diesen unauffälligen Fahrten und den ersten „klandestinen“ Treffen plötzlich mittendrin steckt in einem Leben und Tun, dass nicht immer das Recht auf seiner Seite weiß - aber die Gerechtigkeit.
Der aktive Kampf in der Résistance gegen fremde Besatzer wird nach dem Krieg geadelt, was aber, wenn man gegen das eigene Volk als Besatzungsmacht in Algerien erneut in den Widerstand geht? Annette hat ihre festen Überzeugungen und ihr Tatendrang scheint schier ungebremst. Der Staat antwortet mit Gefängnis, Annette mit Flucht.
„Der Kampf, das andauernde Plagen und Bemühen hin zu großen Höhen, reicht aus, ein Menschenherz zu füllen. Weshalb wir uns Sisyphos (Annette) am besten glücklich vorstellen."
Ein Buch, so klug wie herausfordernd, so frisch wie radikal - ein unvergessliches Leseabenteuer. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2020. sg

 
207 Seiten
€ 22,-

Richard Middleton. Das Geisterschiff

Aus dem Englischen übersetzt von Andreas Nohl
Steidl Verlag
 
Andreas Nohl gibt in der Reihe Steidl Nocturnes kleine, feine Bücher heraus, welche sich mit dem Dunklen und Abgründigen beschäftigen. „Das Geisterschiff“ ist nun als drittes Buch der Reihe erschienen.
Es sind dreizehn kurze Erzählungen, die mitunter daherkommen wie Sagen, Märchen oder alte Gruselgeschichten. Es sind Erzählungen von Menschen, denen etwas Seltsames widerfährt, die an den Rändern des Lebens unterwegs sind. Dort, wo sich eine vermeintliche Realität mit anderen Dingen vermengt. Doch trotz aller Abwegigkeit und dramatischem Geschehen, blitzt hie und da auch ein Funken Humor auf.
Beim Lesen hört man fast die Stimme der alten Frau am Feuer, die einem gerade diese Geschichte erzählt, so dass man mit einem leichten Schaudern im Rücken ins Bett gehen muss.
Richard Middletons Leben war weder von großem Glück noch von großem Erfolg gekrönt. Erst nach seinem Tod wurde er bekannt. Das tat seinem Drang zu schreiben keinen Abbruch. Zum Glück für die heutigen Leser.

128 Seiten
€ 18,-

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