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Schleichers – Die Buchhandlung an der FU Berlin

   
 
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Ingo Schulze . Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst
S.Fischer Verlag

Datum: Mittwoch, 18.10.2017, 19.30Uhr

Moderation: Uwe Wittstock

Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Wie wird ein ostdeutsches Waisenkind zum Millionär? Und warum wird einer, der gemäß der sozialistischen Utopie das Geld abschaffen will, plötzlich von der Marktwirtschaft mit Unsummen belohnt? Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Peter Holtz, der Held in Ingo Schulzes neuem Roman, traumwandelt durch verschiedene politische Systeme, immer auf der Suche nach der besten aller möglichen Welten.

Damit hat der Autor einen Hans im Glück erschaffen, der Menschen und Dinge beim Wort nimmt und sich wundert, warum immer das Gegenteil dessen passiert, was er beabsichtigt hat. Steht die Welt Kopf oder er selbst? Eine poetische Schelmenfigur, die uns daran erinnert, wie wichtig es ist, von der Veränderung der Welt zu träumen – und es tatsächlich zu tun. (Martin Breher, SR2)

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch „33 Augenblicke des Glücks“, 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. „Simple Storys“ (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Es folgten weitere Romane, Essays und Erzählungen. Ingo Schulzes Werk wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 30 Sprachen übersetzt.

Uwe Wittstock ist ein deutscher Literaturkritiker, Lektor und Autor. Nach Stationen bei der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG, beim S. Fischer Verlag, der Zeitung NEUE RUNDSCHAU und DIE WELT ist er derzeit als Literaturchef des Magazins FOCUS tätig.

 
 AF Schulze Ingo Foto Gaby Gerster
           Foto: Gaby Gerster
COVER Peter Holtz
     

Herfried Münkler. Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648
Rowohlt Berlin Verlag
 
Datum: Dienstag, 07.11.2017, 19.30Uhr
 
Buchvorstellung und Gespräch
 
Moderation: Andreas Platthaus
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 

Herfried Münkler führt uns den „Dreißigjährigen Krieg“ in all seinen Aspekten vor Augen, behält dabei aber immer unsere Gegenwart im Blick: Der Dreißigjährige Krieg kann uns, wie er zeigt, besser als alle späteren Konflikte die heutigen Kriege verstehen lassen. Noch heute gilt er als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte, die der längste und blutigste Religionskrieg der Geschichte angerichtet hatte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Adelige die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand; der erste im vollen Sinne „europäische Krieg“.
Eine packende Gesamtdarstellung, die große Geschichtsschreibung und politische Analyse vereint.

Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Andreas Platthaus ist Journalist und Autor. Er arbeitet als Redakteur und seit Jahren als stellvertretender Feuilleton-Chef bei der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG. Seit Februar 2016 ist er Chef des Ressorts Literatur und literarisches Leben.


 
 
AF muenkler c tobias bohm 
           Foto: Tobias Bohm
 
 
COVER muenkler 30jaehriger krieg
     

Sten Nadolny. Das Glück des Zauberers
Piper Verlag
 
Datum: Donnerstag, 23.11.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Claus-Ulrich Bielefeld
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Die Lebensgeschichte eines Meisterzauberers – Ein großer Roman über das 20. Jahrhundert

„Allem Zauber wohnt ein Anfang inne“: So formulierte es sein Berliner Lehrmeister Schlosseck gern - und die Anfänge des Zauberers Pahroc reichen zurück in die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Schon bald kann Pahroc durch die Lüfte spazieren, später lernt er durch Wände zu gehen und für Sekunden aus Stahl zu sein, was ihm dabei hilft, auch den nächsten Krieg zu überleben. Als es ihm gelingt, Geld herbeizuzaubern, kann er endlich auch seine wachsende Familie ernähren. Pahroc gehört bald zu den Großen seines heimlichen Fachs, getarnt hinter Berufen wie Radiotechniker, Erfinder und Psychotherapeut. Im Alter von über 106 Jahren gilt seine größte Sorge der Weitergabe seiner Kunst an seine Enkelin Mathilda – und so schreibt er sein Leben für sie auf. Es ist die lebenskluge, unerhörte Geschichte eines Mannes und seiner sehr eigenen Art des Widerstands gegen die Entzauberung der Welt.

Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet. Sein Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ wurde in alle Weltsprachen übersetzt. Sten Nadolny gehört zu den größten literarischen Zauberern deutscher Sprache.

Claus-Ulrich Bielefeld studierte Germanistik, Soziologie und Philosophie und war Literaturredakteur beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) sowie Literaturkritiker für diverse Zeitungen.

 
Nadolny Fotoc Eckhard Waasmann
           Foto: Eckhardt Waasmann
COVER nadolny
 
     

Karl Schlögel. Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt
C.H. Beck Verlag
 
Datum: Donnerstag, 07.12.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Der große Osteuropa-Historiker Karl Schlögel lädt mit seiner Archäologie des Kommunismus zu einer Neuvermessung der sowjetischen Welt ein. Wir wussten immer schon viel darüber, wie „das System“ funktioniert, weit weniger über die Routinen des Lebens in außergewöhnlichen Zeiten. Aber jedes Imperium hat seinen Sound, seinen Duft, seinen Rhythmus, der auch dann noch fortlebt, wenn das Reich aufgehört hat zu existieren. So entsteht, hundert Jahre nach der Revolution von 1917 und ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der Sowjetunion, das Panorama eines einzigartigen Imperiums, ohne das wir „die Zeit danach“, in der wir heute leben, nicht verstehen können. Karl Schlögel ist dabei, wenn die Megabauten des Kommunismus eingeweiht und die Massengräber des Stalin'schen Terrors freigelegt werden. Er interessiert sich für Paraden der Macht ebenso sehr wie für die Rituale des Alltags, er erkundet die Weite des Eisenbahnlandes und die Enge der Gemeinschaftswohnung, in der Generationen von Sowjetmenschen ihr Leben zubrachten. Die Orte des Glücks und der kleinen Freiheit fehlen nicht: der Kulturpark, die Datscha, die Ferien an der Roten Riviera. In allem – ob im Mobiliar, im Duft des Parfums oder der Stimme des Radiosprechers – hat das „Zeitalter der Extreme“ seine Spur hinterlassen.

Karl Schlögel lehrte Osteuropäische Geschichte, zuerst an der Universität Konstanz, seit 1995 an der Europäischen Universität Viadrina. Er ist Autor zahlreicher bedeutender Bücher zur sowjetischen und osteuropäischen Geschichte und darüber hinaus ein engagierter Publizist.

 
AF Karl Schloegel c Josef Auer Siemens Stiftung
           Foto: Josef Auer.Siemens Stiftung
 
COVER karl schloegel
 

Heinrich August Winkler. Zerbricht der Westen? Über die gegenwärtige Krise in Europa und Amerika

C.H. Beck Verlag

Datum: Mittwoch, 17. Januar 2018, 19.30 Uhr

Moderation: Christian Richter

Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Der Westen steckt in einer schweren Krise. Heinrich August Winkler analysiert die Ursachen und erklärt die Zusammenhänge. Mit seinem glasklar formulierten Buch gibt der Autor der „Geschichte des Westens“ dem Leser einen politischen Kompass in die Hand, der dabei hilft, sich im ebenso verwirrenden wie gefährlichen Krisenbündel unserer Zeit zurechtzufinden. Zerbricht der Westen? Finanzkrise, Flüchtlingsströme, Brexit, autoritäre Regime in der EU und an ihren Grenzen, dazu ein amerikanischer Präsident, der weltweit für tiefe Verunsicherung sorgt – Europa und Amerika haben mit vielen Herausforderungen gleichzeitig zu kämpfen. Gleichsam als „Geschichte auf Widerruf“ beschreibt der wohl beste Kenner des Westens Schritt für Schritt die jüngsten Ereignisse – und er spart dabei nicht mit klaren Urteilen über das, was falsch gelaufen ist, was richtig bleibt und was sich dringend ändern muss, wenn der Westen die Krise überwinden will.

Heinrich August Winkler ist einer der prominentesten deutschen Historiker. Seine Werke „Der lange Weg nach Westen“ und „Geschichte des Westens“ sind weithin gelesene Bestseller. Seit 1991 war er bis zu seiner Emeritierung Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

AF Winkler c Heike Zappe HU
           Foto: Heike Zappe (HU)
COVER Winkler zerbricht


Uwe Timm. Ikarien
Kiepenheuer & Witsch Verlag

Datum: Dienstag, 13.03.2018, 19.30Uhr

Moderation: N.N.

Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Deutschland Ende April 1945: Michael Hansen, 25, kehrt als amerikanischer Offizier in das Land seiner Geburt zurück und übernimmt einen Auftrag des Geheimdienstes. Er soll herausfinden, welche Rolle ein bedeutender Wissenschaftler im Nazireich gespielt hat. Während regional noch der Krieg tobt, bricht Hansen von Frankfurt nach Bayern auf und bezieht Quartier am Ammersee. In einem Münchner Antiquariat findet er einen frühen Weggefährten des Eugenikers Professor Ploetz, den Dissidenten Wagner. Von ihm lässt er sich die Geschichte einer Freundschaft erzählen, die Ende des 19. Jahrhunderts in Breslau begann und die beiden Studenten über Zürich bis nach Amerika führte – und mitten hinein in die Auseinandersetzung um die beste gesellschaftliche Ordnung: Hier ein Sozialismus nach Marx, dort das utopische Projekt der Gemeinde Ikarien, die vom französischen Revolutionär Étienne Cabet in Amerika gegründet wurde. Hansen kommt durch die Lebensbeichte Wagners dem faustischen Pakt auf die Spur, den der Rassenhygieniker Ploetz mit den Nazis einging, und dem ganz anderen Schicksal, das den Antiquar wegen seiner widerständigen Haltung ereilte. Seine Reise durch das materiell und moralisch zerstörte Land lässt Hansen Zeuge eines Aufbruchs werden, der die deutsche Geschichte prägen sollte.

Uwe Timm, geboren 1940, freier Schriftsteller seit 1971. Sein literarisches Werk wurde mittlerweile in 17 Sprachen übersetzt. Der Autor wurde 2006 mit dem Premio Napoli sowie dem Premio Mondello ausgezeichnet, erhielt 2009 den Heinrich-Böll-Preis und 2012 die Carl-Zuckmayer-Medaille.

AF Uwe Timm c Gerhard Leber           Foto: Gerhard Leber

COVER Uwe Timm

 
 

Gregor Gysi. Ein Leben ist zu wenig. Die Autobiographie
Aufbau Verlag

Datum: Mittwoch, 21.03.2018, 19.30Uhr

Moderation: Christian Richter

Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht.
Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seinem Buch erzählt Gregor Gysi von seiner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten und in die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. „Einfach wegrennen, das wollte ich nie", sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.

COVER Gysi
vergangene Veranstaltungen:


Nils Minkmar. Das geheime Frankreich. Geschichten aus einem freien Land

S. Fischer Verlag

Datum: Dienstag, 26.09.2017, 19.30Uhr

Buchvorstellung und Gespräch mit Ulrich Wickert

Moderation: Christian Richter

Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Wer sich einen umfassenden Eindruck vom Zustand und von den Möglichkeiten der französischen Gesellschaft verschaffen möchte, muss sich auf Um- und Abwege begeben. Nils Minkmar nimmt uns mit auf eine Reise in dieses geheime Frankreich. Mit dem Blick und Handwerkszeug eines Anthropologen erkundet er den im Privaten oftmals anarchischen Lebensstil der Franzosen, ihren skeptischen Blick auf die Welt – beides eine kaum zu berechnende Quelle der Kreativität, von der wir Deutschen einiges lernen können. Er begegnet zentralen kulturellen und politischen Akteuren wie Bernard Henry Lévy, Michel Houellebecq und Patrick Modiano, der Philosophin Cynthia Fleury und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Und er folgt einer Liste mit gastronomischen Geheimtipps, um sich mit ihrer Hilfe zu den Hoffnungen und auch den Problemen des gegenwärtigen Frankreichs führen zu lassen.

Nils Minkmar, 1966 in Saarbrücken geboren, besitzt einen deutschen und einen französischen Pass. Während des Studiums an der Universität des Saarlandes amtierte er zwei Semester als AStA-Präsident. Nach seiner Promotion als Historiker wurde er Redakteur bei „Willemsens Woche". Nach der Einstellung der Sendung arbeitete er als freier Journalist; seit 2001 als Feuilleton-Redakteur der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG, seit 2012 als Feuilletonchef der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG. Nils Minkmar schreibt seit 2015 für den SPIEGEL.Ulrich Wickert, geboren 1942, ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er war als Korrespondent in den USA und Frankreich tätig, außerdem langjähriger Anchorman der Tagesthemen. Seit ihrer Gründung ist Wickert Secrétaire perpétuel der Académie de Berlin, die den kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland fördert. Er lebt in Hamburg und Südfrankreich, wo er neben Kriminalromanen auch politische Sachbücher schreibt. Im September erscheint sein Buch „Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen“ bei Hoffmann und Campe.

AF Minkmar

Foto: Helmut Fricke

COVER Minkmar