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Sarah Bakewell. Das Café der Existenzialisten. Freiheit, Sein & Aprikosencocktails

C.H. Beck

In ihrem neuen Buch hat sich die preisgekrönte britische Schriftstellerin und Philosophin Sarah Bakewell die Hauptvertreter des Existenzialismus zum Thema gewählt – kenntnisreich und anschaulich, eine engagierte, sehr persönliche und spannende Darstellung seiner Entwicklungs- und Wirkungsgeschichte. Das Buch ist zugleich eine hervorragende Einführung in die europäische Geistesgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Der Existenzialismus ist eine Philosophie der extremen gesellschaftlichen, politischen, religiösen und wirtschaftlichen Krisen. Das Europa der Kriegs- und Nachkriegsjahre, das Paris der Besatzungszeit ist in jeder Hinsicht von Erschütterungen und äußerstem Mangel geprägt. Es entwickelt sich eine Generation, die kompromisslos auf der Suche nach Neuem ist. In den Hotels, Cafés und Jazzkellern von Paris entwerfen und diskutieren Sartre, Simone de Beauvoir, Raymon Aron, Camus, Merleau-Ponty und viele andere ihre Gedanken. Ideengeschichtliche Wegbereiter sind ihnen dabei u.a. Kierkegaard, Nietzsche, Husserl, Heidegger, Jaspers. Bakewell schildert beeindruckend deren unerschöpfliche Neugier, ihre Leidenschaften, ihren kompromisslosen Willen zum Wissen und ihre unglaubliche Produktivität. Mit nur wenigen Worten schreibt Sartre die seit der Antike bestehende, das ganze Mittelalter dominierende und von Husserl und Heidegger weitergeführte Diskussion um die Dominanz von Essenz / Wesen oder Existenz / Sein fest: „Die Existenz geht der Essenz voraus“. Der Fokus liegt damit auf dem Handeln des Einzelnen. „Du bist frei, also wähle“ - im positiven wie im negativen, stets aber radikalen Sinn eines „Sich-ins-Verhältnis-setzen-Müssens“ - sowohl privat als auch politisch.
Bestens eingeführt in zentrale Gedanken und Theorien dieser Zeit, erlebt der Leser Menschen aus „Fleisch und Blut“, ihre Liebesbeziehungen, ihre Stärken und Schwächen, ihre ideologischen Irrtümer, ihre Freund- und Feindschaften - und, besonders anrührend, auch Hinfälligkeit und Sterben. Darüber hinaus vermittelt Bakewell die Einflüsse auf Amerika und England, die zentrale Bedeutung für osteuropäische Denker des späteren 20. Jahrhunderts wie Václav Havel und Jan Patočka. Sarah Bakewell hat mit dieser „Kollektivbiografie“ den produktivsten und klügsten Köpfen dieser Zeit ein würdiges Denkmal gesetzt und gibt damit einen kraftvollen Anstoß zur erneuten Lektüre dieser wichtigen Denker und ihrer Werke. mc

448 Seiten
24,95€

Winter 2016

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