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Rowohlt Verlag

Aharon Appelfeld ist 1932 in Czernowitz geboren, im Alter von acht Jahren wurden seine Eltern umgebracht, er selbst in ein Lager verschleppt, aus dem er fliehen konnte. Er überlebt den Krieg in den ukrainischen Wäldern und als Küchenhilfe bei der Roten Armee, gelangt nach dem Krieg nach Palästina, erlebt die Gründung des Staates Israel und ist heute einer Ihrer berühmtesten und größten Schriftsteller. Ja, Sie haben recht: Das kann man sich kaum vorstellen, aber, es ist unsagbar wichtig, immer wieder an diese Dinge erinnert zu werden, sie sich erzählen zu lassen.
Das Trauma wird zum Überlebenstext und dieser ist so wahrhaftig wie zeitlos gültig, weil von einem geradezu biblisch hohen Ton und, fast traut man sich das Wort in diesem Zusammenhang nicht auszusprechen, klaren Schönheit.
In seinem neuen Roman „Auf der Lichtung", erzählt aus der Ich-Perspektive des siebzehnjährigen Gymnasiasten Edmond, schildert dieser das Leben, Kämpfen und Zusammenhalten einer Gruppe jüdischer Partisanen (vom Kind bis zur Greisin) in den Nordkarpaten zwischen 1942 und Kriegsende. Bis auf den Anführer scheint niemand an Gott zu glauben, aber wie schafft man es in einer solchen Situation nicht aufzugeben, zuallererst sich selbst?
Wie bezwingt man die „düsteren Gedanken"? Das große Wort, das alles wenden kann, selbst in einer Welt des Grauens, heißt: MENSCHLICHKEIT. Es lässt selbst hier noch Geborgenheit, Zusammenhalt, Hoffnung und den Glauben an eine Zukunft zu. Im Mittelpunkt des Romans steht Kamil, der Anführer der Gruppe, der selbst in dieser Welt des nackten Überlebens fest an so etwas wie „Kultivierung des Herzens" glaubt.
Appelfelds Kunst ist es, dies alles ohne Sentimentalität oder falsches Pathos, hoch literarisch zu erzählen, er verharmlost nichts und schafft das, was nur die besten Autoren können: mit einfachen Worten hinabreichen in eine Tiefe, da, wo man sonst eher selten berührt wird.
Nicht alle werden das Kriegsende auf dem Gipfel eines Berges, auf den sich die Gruppe aus strategischen Gründen zurückgezogen hat, erleben, und Edmunds Worte am Ende: „Tief in mir fürchte ich mich vor dem Abstieg." lassen ahnen, dass nichts zu Ende ist, niemals.
Ein Buch für jede Generation. sg


320 Seiten
19.95€

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